Fenster der Vergangenheit
„Fenster in die Vergangenheit“ (2015-2019): Die     Flyer     erscheinen     jeweils     Mitte     und     Ende     Monat     und     beleuchten historische    und    geografische    Themen    über    Küttigen.    Sie    liegen    zur    freien Bedienung   im   Gemeindehaus,   in   der   Natura   Drogerie   und   in   der   Kirche   auf. Erhältlich   sind   sämtliche   Nummern   auch   beim   Autor.   Als   Grundlage   dienen Archivstudien,   Fotos   sowie   lebendige   Schilderungen   von   Leuten   im   Dorf,   und ebenso   wird   auf   einschlägige   Bücher   (die   Dorf-,   Kirchen-   und   Schulchronik von   Küttigen)   zurückgegriffen.   Zur   bildlichen   Darstellung   auf   der   Vorderseite gibt   jeweils   ein   Begleittext   auf   der   Rückseite   genauere   Auskunft.   In   loser   Folge finden    dazu    auch    geführte    Dorfrundgänge    in    Zusammenarbeit    mit    dem Jurapark Aargau statt.
* Beiträge werden regelmässig     gewechselt
Beitrag vom Autor: Kurt Graf - Gfeller Bollweg 17 5024 Küttigen Tel. 062 827 17 53 kulygraf@bluewin.ch
Nächster Wechsel Ende Februar 2021
                   Wussten Sie, dass . . . . . . Würste und Speck in der Küche geräuchert wurden? 
Vor   200   Jahren   waren   noch   viele   Häuser   mit   Stroh   gedeckt.   Oft   waren   es typische   Hochstudhäuser,   wie   wir   sie   beim   Horenhof,   an   der   Vorstadtstrasse und   an   der   Kirchbergstrasse   noch   vorfinden.   Ursprünglich   war   unmittelbar beim   Eingang   die   Küche   mit   grossem   Rauchfang.   Das   Dach   wies   bei   solchen Bauernhäusern   normalerweise   weder   Kamin   noch   Abzug   auf,   der   den   Rauch hinaus    geleitet    hätte.    Vielmehr    entwich    er    qualmend    irgendwo    im    oberen Stockwerk durch Ritzen und Spalten ins freie. Über dem    Kochherd    öffnete    sich    der    auf    Balken    abgestützte    Rauchfang    wie    ein riesiger   Schirm.   Er   bestand   aus   einem   Geflecht   grober   Äste   und   war   mit   einer dicken   Schicht   Lehm   oder   Gips   verputzt.   Die   Balken   des   Dachstocks   waren   im Laufe    der    Zeit    pechschwarz    geworden    und    damit    gegen    Ungeziefer    perfekt imprägniert.   Das   ganze   Gebilde   ragte   ca.   1   Meter   in   die   Küche   hinunter   und ebenso   1   Meter   ins   Obergeschoss.   Darin   hatte   man   Eisenstäbe   oder   Haken montiert,    damit    Würste,    Speck    und    Schinken    zum    Räuchern    aufgehängt werden konnten.    Die   Rauchküche   wies   einen   Herd   mit   rechteckigem   „Wasserschiff“   und   runden Öffnungen    für    die    Pfannen    auf.    Das    Holzfeuer    qualmte    in    den    offenen Rauchfang    und    räucherte    gleichzeitig    die    aufgehängten    Wurstwaren    und Speckseiten.
Fenster der Vergangenheit
„Fenster in die Vergangenheit“ (2015-2019): Die     Flyer     erscheinen     jeweils     Mitte     und     Ende     Monat     und     beleuchten historische    und    geografische    Themen    über    Küttigen.    Sie    liegen    zur    freien Bedienung   im   Gemeindehaus,   in   der   Natura   Drogerie   und   in   der   Kirche   auf. Erhältlich   sind   sämtliche   Nummern   auch   beim   Autor.   Als   Grundlage   dienen Archivstudien,   Fotos   sowie   lebendige   Schilderungen   von   Leuten   im   Dorf,   und ebenso   wird   auf   einschlägige   Bücher   (die   Dorf-,   Kirchen-   und   Schulchronik von   Küttigen)   zurückgegriffen.   Zur   bildlichen   Darstellung   auf   der   Vorderseite gibt   jeweils   ein   Begleittext   auf   der   Rückseite   genauere   Auskunft.   In   loser   Folge finden    dazu    auch    geführte    Dorfrundgänge    in    Zusammenarbeit    mit    dem Jurapark Aargau statt.
* Beiträge werden regelmässig     gewechselt
Beitrag vom Autor: Kurt Graf Bollweg 17 5024 Küttigen Tel. 062   827  17  53  kulygraf@bluewin.ch
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                   Wussten Sie, dass . . . . . . Würste und Speck in der Küche geräuchert wurden? 
Vor   200   Jahren   waren   noch   viele   Häuser   mit   Stroh   gedeckt.   Oft   waren   es typische   Hochstudhäuser,   wie   wir   sie   beim   Horenhof,   an   der   Vorstadtstrasse und   an   der   Kirchbergstrasse   noch   vorfinden.   Ursprünglich   war   unmittelbar beim   Eingang   die   Küche   mit   grossem   Rauchfang.   Das   Dach   wies   bei   solchen Bauernhäusern   normalerweise   weder   Kamin   noch   Abzug   auf,   der   den   Rauch hinaus    geleitet    hätte.    Vielmehr    entwich    er    qualmend    irgendwo    im    oberen Stockwerk durch Ritzen und Spalten ins freie. Über dem    Kochherd    öffnete    sich    der    auf    Balken    abgestützte    Rauchfang    wie    ein riesiger   Schirm.   Er   bestand   aus   einem   Geflecht   grober   Äste   und   war   mit   einer dicken   Schicht   Lehm   oder   Gips   verputzt.   Die   Balken   des   Dachstocks   waren   im Laufe    der    Zeit    pechschwarz    geworden    und    damit    gegen    Ungeziefer    perfekt imprägniert.   Das   ganze   Gebilde   ragte   ca.   1   Meter   in   die   Küche   hinunter   und ebenso   1   Meter   ins   Obergeschoss.   Darin   hatte   man   Eisenstäbe   oder   Haken montiert,    damit    Würste,    Speck    und    Schinken    zum    Räuchern    aufgehängt werden konnten.    Die   Rauchküche   wies   einen   Herd   mit   rechteckigem   „Wasserschiff“   und   runden Öffnungen    für    die    Pfannen    auf.    Das    Holzfeuer    qualmte    in    den    offenen Rauchfang    und    räucherte    gleichzeitig    die    aufgehängten    Wurstwaren    und Speckseiten.