Impressum
Fenster der Vergangenheit
„Fenster in die Vergangenheit“ (2015-2019): Die     Flyer     erscheinen     jeweils     Mitte     und     Ende     Monat     und     beleuchten historische    und    geografische    Themen    über    Küttigen.    Sie    liegen    zur    freien Bedienung   im   Gemeindehaus,   in   der   Natura   Drogerie   und   in   der   Kirche   auf. Erhältlich   sind   sämtliche   Nummern   auch   beim   Autor.   Als   Grundlage   dienen Archivstudien,   Fotos   sowie   lebendige   Schilderungen   von   Leuten   im   Dorf,   und ebenso   wird   auf   einschlägige   Bücher   (die   Dorf-,   Kirchen-   und   Schulchronik von   Küttigen)   zurückgegriffen.   Zur   bildlichen   Darstellung   auf   der   Vorderseite gibt   jeweils   ein   Begleittext   auf   der   Rückseite   genauere   Auskunft.   In   loser   Folge finden    dazu    auch    geführte    Dorfrundgänge    in    Zusammenarbeit    mit    dem Jurapark Aargau statt.
* Beiträge werden regelmässig     gewechselt
Beitrag vom Autor: Kurt Graf - Gfeller Bollweg 17 5024 Küttigen Tel. 062 827 17 53 kulygraf@bluewin.ch
Nächster Wechsel ca. 20.07.2020
Wussten Sie, dass . . . . . . Torf in Moorgebieten abgebaut wurde?
Im   Ersten   Weltkrieg   wurde   das   Brennholz   knapp,   und   so   behalfen   sich   die Bauernfamilien   zum   Kochen   und   Heizen   mit   Torf.   Man   gewann   den   Torf   z. B.   im   Mettilimoos,   das   oberhalb   von   Entlebuch   im   Luzerner   Hinterland liegt.   Mit   einem   Torfmesser   wurden   Schollen   heraus   gestochen,   die   etwa   so gross   wie   Backsteine   waren.   Oft   war   es   die   Mutter,   welche   in   der   Torfgrube die   feuchten   „Soden“   entgegen   nahm.   Diese   warf   sie   zum   bereit   stehenden Kind,   und   dieses   fing   sie   auf   und   legte   sie   auf   die   Garette   („Torf-Bääre“). Dann   gelangten   die   Torfstücke   zum   nächsten   Helfer,   der   sie   in   Kreuzbeige um   die   Stickel   aufschichtete.   Nach   einigen   Wochen   waren   sie   getrocknet und   wurden   in   einer   Torfhütte   zwischen   gelagert.      Aufwändigere   Varianten wurden   im   Zweiten   Weltkrieg   angewendet.   Beim   Transport   benutzte   man Rollwagen,    die    auf    Schienen    von    einem    Pferd    gezogen    wurden.    Auch schichtete   man   die   Torfschollen   in   langen   Reihen   auf,   um   sie   trocknen   zu lassen.   In   noch   grösserem   Stil   gingen   auswärtige   Firmen   vor,   indem   sie   im Mettilimoos   Abbaumaschinen   mit   Förderbändern   einsetzten.   Gelegentlich organisierte   man   ein   Fest   mit   Spiel   und   Tanz,   um   die   Arbeitsmoral   des Personals zu heben.
Torfausbeutung erfolgte in harter Arbeit, bot aber auch – rechts im Bild dargestellt Gelegenheit zu vergnüglichen Anlässen
Fenster der Vergangenheit
„Fenster in die Vergangenheit“ (2015-2019): Die     Flyer     erscheinen     jeweils     Mitte     und     Ende     Monat     und     beleuchten historische    und    geografische    Themen    über    Küttigen.    Sie    liegen    zur    freien Bedienung   im   Gemeindehaus,   in   der   Natura   Drogerie   und   in   der   Kirche   auf. Erhältlich   sind   sämtliche   Nummern   auch   beim   Autor.   Als   Grundlage   dienen Archivstudien,   Fotos   sowie   lebendige   Schilderungen   von   Leuten   im   Dorf,   und ebenso   wird   auf   einschlägige   Bücher   (die   Dorf-,   Kirchen-   und   Schulchronik von   Küttigen)   zurückgegriffen.   Zur   bildlichen   Darstellung   auf   der   Vorderseite gibt   jeweils   ein   Begleittext   auf   der   Rückseite   genauere   Auskunft.   In   loser   Folge finden    dazu    auch    geführte    Dorfrundgänge    in    Zusammenarbeit    mit    dem Jurapark Aargau statt.
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Beitrag vom Autor: Kurt Graf Bollweg 17 5024 Küttigen Tel. 062   827  17  53  kulygraf@bluewin.ch
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Wussten Sie, dass . . . . . . Torf in Moorgebieten abgebaut wurde?
Im   Ersten   Weltkrieg   wurde   das   Brennholz   knapp,   und   so   behalfen   sich   die Bauernfamilien   zum   Kochen   und   Heizen   mit   Torf.   Man   gewann   den   Torf   z. B.   im   Mettilimoos,   das   oberhalb   von   Entlebuch   im   Luzerner   Hinterland liegt.   Mit   einem   Torfmesser   wurden   Schollen   heraus   gestochen,   die   etwa   so gross   wie   Backsteine   waren.   Oft   war   es   die   Mutter,   welche   in   der   Torfgrube die   feuchten   „Soden“   entgegen   nahm.   Diese   warf   sie   zum   bereit   stehenden Kind,   und   dieses   fing   sie   auf   und   legte   sie   auf   die   Garette   („Torf-Bääre“). Dann   gelangten   die   Torfstücke   zum   nächsten   Helfer,   der   sie   in   Kreuzbeige um   die   Stickel   aufschichtete.   Nach   einigen   Wochen   waren   sie   getrocknet und   wurden   in   einer   Torfhütte   zwischen   gelagert.      Aufwändigere   Varianten wurden   im   Zweiten   Weltkrieg   angewendet.   Beim   Transport   benutzte   man Rollwagen,    die    auf    Schienen    von    einem    Pferd    gezogen    wurden.    Auch schichtete   man   die   Torfschollen   in   langen   Reihen   auf,   um   sie   trocknen   zu lassen.   In   noch   grösserem   Stil   gingen   auswärtige   Firmen   vor,   indem   sie   im Mettilimoos   Abbaumaschinen   mit   Förderbändern   einsetzten.   Gelegentlich organisierte   man   ein   Fest   mit   Spiel   und   Tanz,   um   die   Arbeitsmoral   des Personals zu heben.
Torfausbeutung erfolgte in harter Arbeit, bot aber auch – rechts im Bild dargestellt Gelegenheit zu vergnüglichen Anlässen