Kommission Kulturgut Küttigen  
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Auf dieser Seite zeigen wir Ihnen in gewissen Abständen, stets andere, interessante Objekte aus unserem Schaulager.
Schaulager
* Beiträge werden regelmässig     gewechselt
**   Diese   Redensart   ist   eine   Aufforderung,   bei   dem   zu   bleiben,   was   man   kann   und   versteht   und   sich   nicht zu Dingen zu äussern, von denen man keine hinreichenden (Fach-)Kenntnisse besitzt. Der Leisten ist     ein     Formstück     aus     Holz,     Kunststoff     oder     Metall,     das     der     Form     eines     Fusses nachempfunden   ist   und   zum   Bau   eines Schuhs verwendet   wird.   Das   Wort,   das   ursprünglich   Spur   und Fussabdruck bedeutete, ist verwandt mit dem Verbum leisten (schaffen), nicht aber mit Leiste. Handwerker, welche Leisten herstellten. Vor    der    Serienfertigung    eines    neuen    Schuhs    wird    der    Leisten    zunächst    nach    zweidimensionalen    so genannten   Formschablonen   (auf   Papierblättern)   aus   Holz   angefertigt.   Ein   solches   Holzmodell   dient   auch für   die   Serienfertigung   von   Schuhen   als   Kopiergrundlage   für   die   in   der   Massenproduktion   verwendeten Leisten aus Kunststoff und auch als Grundlage für die Gradierung in andere Schuhlängen und -weiten. Der   Schuh   (genauer   das   Schuhoberteil,   in   der   Fachsprache   „Schaft“   genannt)   erhält   durch   den   Leisten seine    endgültige    Form.    Somit    ist    der    Leisten    einerseits    ein    vereinfachtes    Abbild    des    Fusses    und    für die Passform verantwortlich,    bietet    zugleich    aber    Gestaltungsmöglichkeiten,    die    auf    das    Design    des Schuhs   abheben.   So   kann   beispielsweise   die   Schuhspitze   stark   variieren,   vorausgesetzt,   dass   der   Bereich der   Schuhspitze,   in   dem   die   Zehen   sich   befinden,   den   anatomischen   Gegebenheiten   (in   der   Höhe,   Breite und    Länge)    Rechnung    trägt.    Beim    Wechsel    der    Schuhmode    wechseln    folglich    auch    die    bevorzugten Leistenformen,    besonders    die    Leistenspitzen    sind    sehr    variabel.    Die    Leistenform    legt    mit    der    so genannten Absatzsprengung auch die spätere Absatzhöhe des Schuhs fest. Der   Oberlederschnitt   des Schuhmodells und   der   Leisten   müssen   aufeinander   abgestimmt   werden,   denn der   Schuh   wird   um   den   Leisten   herum   gebaut:   Erst   wird   die   Innensohle   (Brandsohle)   des   Schuhs   unter dem   Leisten   befestigt,   dann   das   Schuhoberteil   (Schaft)   über   den   Leisten   gezogen   („gezwickt“)   und   an   der Innensohle    befestigt,    bevor    die    eigentliche Laufsohle angebracht    wird.    Insofern    ist    der    Leisten    die massgebliche Form, um dem Schuh sein späteres Aussehen zu geben. Die   Leisten   werden   nach   Abschluss   dieser   Arbeiten   aus   dem   geformten   Schuh   herausgenommen.   Viele Leisten    können    zu    diesem    Zweck    zerlegt    oder    geklappt    werden.    Leisten    können    mehrfach    zur Schuhherstellung verwendet werden. Die Herkunft der Leisten dürfte aus einer Schuhmacherwerkstatt im Dorf sein.
**   Diese   Redensart   ist   eine   Aufforderung,   bei   dem   zu   bleiben,   was   man   kann   und   versteht   und   sich   nicht zu Dingen zu äussern, von denen man keine hinreichenden (Fach-)Kenntnisse besitzt. Der Leisten ist     ein     Formstück     aus     Holz,     Kunststoff     oder     Metall,     das     der     Form     eines     Fusses nachempfunden   ist   und   zum   Bau   eines Schuhs verwendet   wird.   Das   Wort,   das   ursprünglich   Spur   und Fussabdruck bedeutete, ist verwandt mit dem Verbum leisten (schaffen), nicht aber mit Leiste. Handwerker, welche Leisten herstellten. Vor    der    Serienfertigung    eines    neuen    Schuhs    wird    der    Leisten    zunächst    nach    zweidimensionalen    so genannten   Formschablonen   (auf   Papierblättern)   aus   Holz   angefertigt.   Ein   solches   Holzmodell   dient   auch für   die   Serienfertigung   von   Schuhen   als   Kopiergrundlage   für   die   in   der   Massenproduktion   verwendeten Leisten aus Kunststoff und auch als Grundlage für die Gradierung in andere Schuhlängen und -weiten. Der   Schuh   (genauer   das   Schuhoberteil,   in   der   Fachsprache   „Schaft“   genannt)   erhält   durch   den   Leisten seine    endgültige    Form.    Somit    ist    der    Leisten    einerseits    ein    vereinfachtes    Abbild    des    Fusses    und    für die Passform verantwortlich,    bietet    zugleich    aber    Gestaltungsmöglichkeiten,    die    auf    das    Design    des Schuhs   abheben.   So   kann   beispielsweise   die   Schuhspitze   stark   variieren,   vorausgesetzt,   dass   der   Bereich der   Schuhspitze,   in   dem   die   Zehen   sich   befinden,   den   anatomischen   Gegebenheiten   (in   der   Höhe,   Breite und    Länge)    Rechnung    trägt.    Beim    Wechsel    der    Schuhmode    wechseln    folglich    auch    die    bevorzugten Leistenformen,    besonders    die    Leistenspitzen    sind    sehr    variabel.    Die    Leistenform    legt    mit    der    so genannten Absatzsprengung auch die spätere Absatzhöhe des Schuhs fest. Der   Oberlederschnitt   des Schuhmodells und   der   Leisten   müssen   aufeinander   abgestimmt   werden,   denn der   Schuh   wird   um   den   Leisten   herum   gebaut:   Erst   wird   die   Innensohle   (Brandsohle)   des   Schuhs   unter dem   Leisten   befestigt,   dann   das   Schuhoberteil   (Schaft)   über   den   Leisten   gezogen   („gezwickt“)   und   an   der Innensohle    befestigt,    bevor    die    eigentliche Laufsohle angebracht    wird.    Insofern    ist    der    Leisten    die massgebliche Form, um dem Schuh sein späteres Aussehen zu geben. Die   Leisten   werden   nach   Abschluss   dieser   Arbeiten   aus   dem   geformten   Schuh   herausgenommen.   Viele Leisten    können    zu    diesem    Zweck    zerlegt    oder    geklappt    werden.    Leisten    können    mehrfach    zur Schuhherstellung verwendet werden. Die Herkunft der Leisten dürfte aus einer Schuhmacherwerkstatt im Dorf
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Auf dieser Seite zeigen wir Ihnen in gewissen Abständen, stets andere, interessante Objekte aus unserem Schaulager.
* Beiträge werden regelmässig     gewechselt
**   Diese   Redensart   ist   eine   Aufforderung,   bei   dem   zu   bleiben,   was   man   kann   und   versteht   und   sich   nicht              zu Dingen zu äussern, von denen man keine hinreichenden (Fach-)Kenntnisse besitzt. Der Leisten ist     ein     Formstück     aus     Holz,     Kunststoff     oder     Metall,     das     der     Form     eines     Fusses nachempfunden   ist   und   zum   Bau   eines Schuhs verwendet   wird.   Das   Wort,   das   ursprünglich   Spur   und Fussabdruck bedeutete, ist verwandt mit dem Verbum leisten (schaffen), nicht aber mit Leiste. Handwerker, welche Leisten herstellten. Vor    der    Serienfertigung    eines    neuen    Schuhs    wird    der    Leisten    zunächst    nach    zweidimensionalen    so genannten   Formschablonen   (auf   Papierblättern)   aus   Holz   angefertigt.   Ein   solches   Holzmodell   dient   auch für   die   Serienfertigung   von   Schuhen   als   Kopiergrundlage   für   die   in   der   Massenproduktion   verwendeten Leisten aus Kunststoff und auch als Grundlage für die Gradierung in andere Schuhlängen und -weiten. Der   Schuh   (genauer   das   Schuhoberteil,   in   der   Fachsprache   „Schaft“   genannt)   erhält   durch   den   Leisten seine    endgültige    Form.    Somit    ist    der    Leisten    einerseits    ein    vereinfachtes    Abbild    des    Fusses    und    für die Passform verantwortlich,    bietet    zugleich    aber    Gestaltungsmöglichkeiten,    die    auf    das    Design    des Schuhs   abheben.   So   kann   beispielsweise   die   Schuhspitze   stark   variieren,   vorausgesetzt,   dass   der   Bereich der   Schuhspitze,   in   dem   die   Zehen   sich   befinden,   den   anatomischen   Gegebenheiten   (in   der   Höhe,   Breite und    Länge)    Rechnung    trägt.    Beim    Wechsel    der    Schuhmode    wechseln    folglich    auch    die    bevorzugten Leistenformen,    besonders    die    Leistenspitzen    sind    sehr    variabel.    Die    Leistenform    legt    mit    der    so genannten Absatzsprengung auch die spätere Absatzhöhe des Schuhs fest. Der   Oberlederschnitt   des Schuhmodells und   der   Leisten   müssen   aufeinander   abgestimmt   werden,   denn der   Schuh   wird   um   den   Leisten   herum   gebaut:   Erst   wird   die   Innensohle   (Brandsohle)   des   Schuhs   unter dem   Leisten   befestigt,   dann   das   Schuhoberteil   (Schaft)   über   den   Leisten   gezogen   („gezwickt“)   und   an   der Innensohle    befestigt,    bevor    die    eigentliche Laufsohle angebracht    wird.    Insofern    ist    der    Leisten    die massgebliche Form, um dem Schuh sein späteres Aussehen zu geben. Die   Leisten   werden   nach   Abschluss   dieser   Arbeiten   aus   dem   geformten   Schuh   herausgenommen.   Viele Leisten    können    zu    diesem    Zweck    zerlegt    oder    geklappt    werden.    Leisten    können    mehrfach    zur Schuhherstellung verwendet werden. Die Herkunft der Leisten dürfte aus einer Schuhmacherwerkstatt im Dorf sein.