Kommission Kulturgut Küttigen  
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Schaulager
Unsere Textilien
Diverse Textilien wie Kleider und Stickereinen, werden im Spittel gelagert und bei Gelegenheit ausgestellt. Hier ein Beispiel von einem Wandbehang mit Hardangerstickerei  aus den Jahren um 1920. Gestickt von Frau Marty Wehrli, zur Post Küttigen.
Die    Hardangerstickerei     (norw.:    Hardangersøm )    gehört    in    der    Stickerei    zur    Technik    der Durchbruchstickerei    und    ist    durch    spezielle    Doppeldurchbrüche    charakterisiert.    Sie    hat ihren     Namen     aus     der     norwegischen     Hardangerregion,     wo     sie     hauptsächlich     für Trachtenblusen   und   Schürzen   angewandt   wurde.   Die   Technik   ist   orientalischen   Ursprungs. Die   ersten   Durchbruchstickereien   entstanden   im   7.   Jahrhundert   in   Persien   und   gelangten nach   Italien.   Hauptsächlich   edle   Damen   fertigten   hier   Tischdecken   und   Altartücher,   die   im italienischen   „reticella“,   also   kleines   Netz   genannt   wurden.   Zwischen   Venedig   und   dem norwegischen   Bergen   fand   zwischen   dem   14.   Jahrhundert   und   1630   ein   reger   Austausch   an Waren   statt.   Besondere   Verbreitung   fand   die   Stickerei   mit   ihren   geometrischen   Mustern am   Hardangerfjord.   Dort   nahmen   die   Landfrauen   die   Stickerei   aus   dem   fernen   Süden   auf und    entwickelten    sie    weiter.    Jede    Familie    entwarf    ihre    typischen    Muster,    und    aus handgewebtem    Leinen    entstanden    aufwändig    bestickte    Blusen    und    Schürzen    für    die Festtagstracht      (Bunad).      Manche      Familie      besitzt      noch      heute      eine      komplette Brautausstattung, die mit Durchbruchstickerei verziert ist. Die   norwegischen,   auf   Leinen   gearbeiteten   Hardangerstickereien   unterscheiden   sich   von den   persischen   dadurch,   dass   sie   meist   weiß   auf   weiß   gestickt   sind.   Hardangerstickerei kann   mit   Zierstichen   wie   Plattstich,   Kreuzstich,   Zopfstich   und   Festonstich   zu   geometrischen Mustern kombiniert werden. Gestickt   wird   auf   porösem   Leinenstoff,   der   sich   gut   ausziehen   lässt.   Alternativ   dazu   werden spezielle   Handarbeitsgewebe   aus   anderen   Materialien   wie   Baumwolle   und/oder   Viskose verwendet.    Nach    Befestigung    der    Motivränder    mit    Hilfe    des    Plattstichs    werden    die befestigten      Gewebefäden      innerhalb      des      Motivs      ausgeschnitten      und      fadenweise ausgezogen.   Die   aus   vier   Gewebefäden   bestehenden   Fadengruppen   werden   umwickelt,   so dass dichte und fest umstickte Stege entstehen.
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Diverse Textilien wie Kleider und Stickereinen, werden im Spittel gelagert und bei Gelegenheit ausgestellt. Hier ein Beispiel von einem Wandbehang mit Hardangerstickerei  aus den Jahren um 1920. Gestickt von Frau Marty Wehrli, zur Post Küttigen.
Die    Hardangerstickerei     (norw.:    Hardangersøm )    gehört    in    der    Stickerei    zur    Technik    der Durchbruchstickerei    und    ist    durch    spezielle    Doppeldurchbrüche    charakterisiert.    Sie    hat ihren     Namen     aus     der     norwegischen     Hardangerregion,     wo     sie     hauptsächlich     für Trachtenblusen   und   Schürzen   angewandt   wurde.   Die   Technik   ist   orientalischen   Ursprungs. Die   ersten   Durchbruchstickereien   entstanden   im   7.   Jahrhundert   in   Persien   und   gelangten nach   Italien.   Hauptsächlich   edle   Damen   fertigten   hier   Tischdecken   und   Altartücher,   die   im italienischen   „reticella“,   also   kleines   Netz   genannt   wurden.   Zwischen   Venedig   und   dem norwegischen   Bergen   fand   zwischen   dem   14.   Jahrhundert   und   1630   ein   reger   Austausch   an Waren   statt.   Besondere   Verbreitung   fand   die   Stickerei   mit   ihren   geometrischen   Mustern am   Hardangerfjord.   Dort   nahmen   die   Landfrauen   die   Stickerei   aus   dem   fernen   Süden   auf und    entwickelten    sie    weiter.    Jede    Familie    entwarf    ihre    typischen    Muster,    und    aus handgewebtem    Leinen    entstanden    aufwändig    bestickte    Blusen    und    Schürzen    für    die Festtagstracht      (Bunad).      Manche      Familie      besitzt      noch      heute      eine      komplette Brautausstattung, die mit Durchbruchstickerei verziert ist. Die   norwegischen,   auf   Leinen   gearbeiteten   Hardangerstickereien   unterscheiden   sich   von den   persischen   dadurch,   dass   sie   meist   weiß   auf   weiß   gestickt   sind.   Hardangerstickerei kann   mit   Zierstichen   wie   Plattstich,   Kreuzstich,   Zopfstich   und   Festonstich   zu   geometrischen Mustern kombiniert werden. Gestickt   wird   auf   porösem   Leinenstoff,   der   sich   gut   ausziehen   lässt.   Alternativ   dazu   werden spezielle   Handarbeitsgewebe   aus   anderen   Materialien   wie   Baumwolle   und/oder   Viskose verwendet.    Nach    Befestigung    der    Motivränder    mit    Hilfe    des    Plattstichs    werden    die befestigten      Gewebefäden      innerhalb      des      Motivs      ausgeschnitten      und      fadenweise ausgezogen.   Die   aus   vier   Gewebefäden   bestehenden   Fadengruppen   werden   umwickelt,   so dass dichte und fest umstickte Stege entstehen.
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